Digital Humanities

 

Microsoft Word - Programm BW II.docAltägyptische Kursivschriften: Digitale Paläographie und systematische Analyse des Hieratischen und der KursivhieroglyphenIm Rahmen dieses modular aufgebauten, interdisziplinären Akademievorhabens wird anhand ausgewählter und aussagekräftiger Textzeugen das hieratische, kursivhieroglyphische und kursivhieratische Zeicheninventar erstmals systematisch und digital erfasst, wobei verschiedene Epochen, Regionen, Textgattungen und Schriftträger aus dem Belegzeitraum von ca. 2700 v. Chr. bis 300 n. Chr. Berücksichtigung finden. Der Zugang zu den Quellen erfolgt über unterschiedliche Aufbereitungen des Materials (Originale, Print- und Online-Editionen, Photographien, Scans, Faksimiles, existierende Zeichenlisten). Die Paläographie-Datenbank (open access) bewahrt und präsentiert das Zeichenrepertoire für umfangreiche Suchmöglichkeiten sowie für die Kooperation mit der internationalen Fachwelt und bietet daneben umfangreiche Metadaten zu allen relevanten Quellen. Teil- oder Spezialpaläographien werden sukzessive auch als Download-Dateien oder als Buchpublikationen zur Verfügung gestellt.

Zur Mainzer Internet-Plattform Hieratistik
hethitologie_IconHethitologie Portal MainzEin Projekt der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (Kommission für den Alten Orient) und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Lehrstuhl f. Altorientalistik) in Kooperation mit zahlreichen in- und ausländischen Partnern, u.a. der Altorientalischen Philologie der JGU Mainz mit dem Teilprojekt "Beschwörungsrituale der Hethiter".
Paradigma Alte WeltNeutestamentliche Textforschung - Die altlateinischen Actus ApostolorumIn diesem Projekt wird in erster Linie die kritische Edition der altlateinischen Apostelgeschichte im Rahmen der Beuroner Vetus Latina-Reihe vorbereitet. Damit wird zugleich eine wichtige Voraussetzung für die vom Institut für Neutestamentliche Textforschung in Münster veranstaltete Editio Critica Maior des griechischen Neuen Testaments geschaffen.

Ein weiteres Ziel ist die Nutzbarmachung der enormen Materialfülle für philologische Fragestellungen im Bereich des Neuen Testaments, die durch die umfangreichen jahrzehntelangen Vorarbeiten der beteiligten Institutionen in Münster und Beuron zur Verfügung gestellt wird. Schwerpunkte werden dabei Fragen der Übersetzungstechnik, aber auch der antiken, spätantiken und mittelalterlichen Zitierpraxis bilden.
CamerariusOpera Camerarii. Eine semantische Datenbank zu den gedruckten Werken von Joachim Camerarius d. Ä. (1500–1574)Joachim Camerarius, der zu den bedeutendsten deutschen Humanisten des 16. Jahrhunderts zählt, hat ein kaum überschaubares Œuvre in lateinischer und griechischer Sprache hinterlassen. Dieses ist bisher weder bibliographisch noch literatur- oder wissenschaftsgeschichtlich hinreichend erschlossen. Eine semantische Datenbank (Semantic MediaWiki) soll erstmals eine Zusammenschau aller von ihm verfassten (auch unselbständig überlieferten) gedruckten Texte geben, einschließlich seiner Kommentare, Übersetzungen und Editionen sowie seines Briefwechsels. Zu jedem Werk werden bibliographische Angaben, Digitalisate, einschlägige Forschungsliteratur, kurze inhaltliche Beschreibungen sowie Hinweise auf Entstehungs- und Wirkungskontexte abrufbar sein. Durch das relationale Datengefüge, das durch das Semantic MediaWiki aufgebaut wird, werden die erfassten Daten aufbereitet und zu Ausgangspunkten für weitere, konstellationsanalytische Forschungen.

Am Projekt beteiligt sind der Mainzer Arbeitsbereich "Paradigma Alte Welt" (Prof. Dr. M. Gindhart) und Kollegen der Universität Würzburg (Prof. Dr. Th. Baier, Prof. Dr. J. Hamm, Dr. S. Schlegelmilch, Dr. U. Schlegelmilch). Die von Th. Baier veranstaltete NeoLatina-Tagung "Camerarius Polyhistor" (3./4. Juli 2015, Würzburg) steht in Zusammenhang mit dem Projekt. Der Tagungsband erscheint voraussichtlich Ende 2016 (Narr).