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Jahresbericht 2017

Das Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität lässt das Jahr 2017 Revue passieren und stellt ausgewählte Forschungstätigkeiten, Grabungsprojekte und Aktivitäten seiner Mitglieder vor.

Auf 136 Seiten präsentieren sich die Arbeitsbereiche Ägyptologie, Altorientalische Philologie, Klassische Archäologie, Klassische Philologie, Vorderasiatische Archäologie, Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie sowie die Verbundprojekte Graduiertenkolleg 1876 "Frühe Konzepte von Mensch und Natur", Interdisziplinärer Arbeitskreis "Alte Medizin" und LOB-Projekt.

Der vollständige Bericht kann hier und auf der Plattform Gutenberg Open online gelesen und heruntergeladen werden.

Unter der stabilen URN (http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hebis:77-publ-582775 bzw. urn:nbn:de:hebis:77-publ-582775) ist er voll zitierfähig.

 

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Hieb- und stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren

In der Zeitschrift Nature Ecology & Evolution berichtet ein internationales Forscherteam über die ältesten unzweifelhaften Jagdverletzungen der Menschheitsgeschichte. Die Spuren wurden an zwei Skeletten großer ausgestorbener Damhirsche entdeckt. Neandertaler erlegten die Tiere vor circa 120.000 Jahren an einem kleinen See an der Fundstelle Neumark-Nord 1 in der Nähe der heutigen Stadt Halle im Osten Deutschlands.

Die Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser vom Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) liefert neueste Erkenntnisse zur Einnischung des Neandertalers und bringt die Forschung einen bedeutenden Schritt nach vorne: Sie zeigt, wie Neandertaler ihre Beute erlangten, vor allem in Bezug auf ihre bislang viel diskutierte Jagdausrüstung, aber auch in Bezug auf ihre Jagdfertigkeit.

zur Pressemitteilungen der JGU

der vollständige Artikel ist hier zugänglich ( view-only version)

 

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Summer School der Musikwissenschaft in Kooperation mit dem Institut für Altertumswissenschaften

Die Mainzer Musikwissenschaft veranstaltet in Kooperation mit dem Institut für Altertumswissenschaften der JGU Mainz sowie der Christoph Willibald Gluck-Gesamtausgabe und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur zwischen dem 10. und 15. September 2018 wieder eine Summer School. Sie wird geleitet von Jun.-Prof. Dr. habil. Stefanie Acquavella-Rauch und beschäftigt sich mit der Rezeption antiker Sujets im Opernschaffen Christoph Willibald Glucks. Geplant sind neben Einführungen u.a. zu den antiken Stoffen, zur Librettologie und zur Bühnentechnik im 18. Jahrhundert vor allem die nähere Untersuchung ausgewählter Kompositionen anhand von Opernportraits.

Das Programm wird begleitet von einer Exkursion zum Schlosstheater in Schwetzingen. Der Kurs richtet sich an fortgeschrittene Studierende der Musikwissenschaft, der Klassischen Philologie und Klassischen Archäologie im In- und Ausland und ermöglicht diesen ein international geprägtes Studienangebot in Mainz. Die Kurssprachen sind Deutsch und Englisch, die Teilnahme ist kostenfrei und es gibt finanzielle Unterstützung für die Unterbringung. Außerdem ist es möglich, ECTS-Punkte zu erwerben. Weitere Informationen können dem angehängten Flyer entnommen werden. Der Bewerbungsschluss ist offiziell der 1. Juli 2018. Wir würden uns freuen, wenn die Ausschreibung an Studierende weitergeleitet werden könnte.

weiter Informationen finden sie hier

 

 

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Neues Graduiertenkolleg bewilligt

Zum 1. Oktober 2018 wird an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz ein neues geisteswissenschaftliches Graduiertenkolleg eingerichtet. Die DFG bewilligte in ihrer Mai-Sitzung das interdisziplinäre GRK 2304  „Byzanz und die euromediterranen Kriegskulturen: Austausch, Abgrenzung und Rezeption“, an dem insgesamt 12 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen historischen, archäologischen und theologischen Fächern sowie der Musikwissenschaft beteiligt sind, die von der Antike bis zur Frühen Neuzeit forschen. Sprecher ist der Byzantinist Johannes Pahlitzsch, stellvertretende Sprecherin die Kirchenhistorikerin Heike Grieser.  Im GRK sollen die Wechselbeziehungen zwischen dem Byzantinischen Reich und seinen  Nachbarn und Konkurrenten erstmals aus einer transkulturellen Perspektive untersucht werden, nicht nur anhand von Formen und Praktiken des Krieges, sondern auch mithilfe der sich auf den Krieg beziehenden Normen, Deutungen, Sinnzuschreibungen und Reflexionen.

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Schulprojekte / MANUS

Schulprojekte MANUS

Die Kooperation mit Schulen ist bereits seit Längerem ein besonderes Anliegen des Instituts für Altertumswissenschaften. Daher wurde 2016 das Mainzer Altertumswissenschaftliche Netzwerk Universität Schule (MANUS) gegründet.

Das Projekt verfolgt das Ziel, die Ergebnisse aktueller altertumswissenschaftlicher Forschung sinnvoll in den Schulunterricht zu integrieren und so den Wissenstransfer zwischen Universität und Schule zu fördern. Im Mittelpunkt stehen die frühesten Hochkulturen der Menschheit: das Alte Ägypten, der Alte Orient und die Klassische Antike (Griechenland und Rom). Thematisch ergeben sich Berührungspunkte mit diversen Wissenschaftsdisziplinen von der Archäologie über die Philologie bis hin zur Kulturwissenschaft.

Durch unterschiedliche Methoden (Einsatz der Lehrsammlungen, Stationenarbeit etc.) werden die Schülerinnen und Schüler mit den materiellen Hinterlassenschaften und der Bildwelt alter Kulturen sowie mit ihrer Geschichte, ihren verschiedenen Sprachen und Schriftsystemen vertraut gemacht.

Mehr Informationen zu den einzelnen Schulprojekten und den jeweiligen Ansprechpartner/inne/n finden Sie unter den folgenden Links:

Ägyptologie macht Schule [https://www.aegyptologie.uni-mainz.de/aegyptologie-macht-schule/]

Schulprojekte der Klassischen Archäologie mit Einbindung der Lehrsammlung [http://www.klassische-archaeologie.uni-mainz.de/748.php]

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Grabungen am Trierer Amphitheater erstmals komplett dokumentiert

 

Aufarbeitung von Altgrabungen gewinnt immer mehr an Bedeutung – Grundlagenforschung der Universitäten legt Basis für Erhalt des kulturellen Erbes

Es ist eines der ältesten Ausgrabungsobjekte in Deutschland: das römische Amphithea-ter in Trier, seit 1986 ein Monument des UNESCO-Weltkulturerbes Trier. Das Amphitheater wurde im späten 2. Jahrhundert n.Chr. von den Römern als Kampf- und Hinrichtungsstätte gebaut und bot Platz für etwa 18.000 Zuschauer. Mit dem Ende des Römischen Reichs setzte der Verfall ein, die Arena wurde im Mittelalter als Steinbruch und später für Weinbau genutzt. 1816 begannen die ersten Ausgrabungen und in der Folge auch Restaurierungsarbeiten, die nicht immer dem Original entsprachen. Was genau im Trierer Amphitheater zu welcher Zeit ausgegraben und erforscht wurde, ist nun in der neuen Buchveröffentlichung „Amphitheater Trier I. Ausgrabungen und Forschungen 1816-1996“ im Detail erfasst. Erstmalig werden zu einem Monument des UNESCO-Weltkulturerbes Trier alle archäologischen Ausgrabungen dokumentiert und ausgewertet und dazu die gesamte Grabungsdokumentation der Jahre 1816 bis 1996 vorgelegt.

ausführliche Informationen finden sie hier

und auf der Seite des Informationsdienst Wissenschaft (idw)

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3sat nano: TV-Beitrag zur Gräzistik an der JGU Mainz

 

Im Rahmen einer Sendung, die die "kleinen Fächer" der deutschen Universitäten vorstellt, hat der TV-Sender 3sat die Gräzistik als Studienfach vorgestellt. Der Beitrag, der an der Gräzistik der Universität Mainz entstanden ist, kann hier eingesehen werden."

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Jahresbericht 2016

Der vorliegende Bericht ist der zweite Jahresbericht, den das Institut für Altertumswissenschaften (IAW) der JGU Mainz veröffentlicht. Er bündelt die Präsentation der vielfältigen Aktivitäten eines auf vier Standorte verteilten und sechs Fächer umfassenden Institutes in einer gemeinsamen Veröffentlichung.
Im vergangenen Jahr organisierten die Mitglieder des IAW neben zahlreichen Ausgrabungen, Prospektionen und Exkursionen mehr als 40 Gastvorträge und eine Vielzahl von Tagungen, Workshops und Konferenzen mit internationaler Beteiligung. Zugleich repräsentierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Institut durch mehr als 160 gehaltene Vorträge innerhalb und außerhalb der JGU sowie mehr als 120 eigene Publikationen, die sich durch eine große Themenvielfalt auszeichneten.
Ein gelungenes Beispiel für die interdisziplinäre Kompetenz der am IAW vertretenen Fächer ist die im Juni/Juli in der Schule des Sehens gezeigte Ausstellung „Helden kennen keine Grenzen“, an der Vertreterinnen der Arbeitsbereiche Klassische Archäologie und Altorientalische Philologie mitgewirkt haben. Am Beispiel der Helden Gilgameš, Herakles und Samson wurde hier die Komplexität der Vorstellungen von Helden augenfällig demonstriert.
Bei der vom GrK 1876 im September veranstalteten internationalen Tagung „Finding, Inheriting or Borrowing? Construction and Transfer of Knowledge about Man and Nature in Antiquity and the Middle Ages“ konnte eine Vielzahl von renommierten internationalen Wissenschaftlern als Teilnehmer gewonnen werden, die zusammen mit den Kollegiatinnen und Kollegiaten zum beachtlichen Erfolg dieser Veranstaltung beigetragen haben.
Die enorme thematische und methodische Bandbreite der Fächer und Disziplinen am IAW spiegelte sich auch 2016 in der Einwerbung neuer Forschungsprojekte und der Einrichtung neuer Strukturen wider, die im Folgenden nur beispielhaft genannt werden können: Im Arbeitsbereich Ägyptologie konnte für das Forschungsprojekt zum Mammisi von Edfu eine Finanzierung der DFG eingeworben werden. Die montanarchäologischen Untersuchungen des Arbeitsbereiches Vor- und Frühgeschichte wurden auf den Fundort Herdorf-Daaden im Siegerland ausgeweitet. Auch in der Lehre werden neue Wege bestritten, wie z. B. in der Klassischen Philologie mit der Einrichtung einer Lateinischen Theatergruppe. Auch die zum Wintersemester 2016/17 erfolgte Einrichtung des Studiengangs „Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften“, an dem verschiedene Arbeitsbereiche des IAW beteiligt sind, ist hier zu nennen.
Das Ansehen, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IAW auch außerhalb von Mainz genießen, zeigte sich unter anderem in der Aufnahme von Tanja Pommerening in die Akademie der gemeinnützigen Wissenschaften zu Erfurt sowie in der Wahl von Patrick Schollmeyer zum Vorsitzenden des Deutschen Archäologen-Verbandes, der bedeutendsten Berufsvertretung deutscher Archäologen
Durch die tatkräftige Mitarbeit vieler Institutsmitglieder und dank der großzügigen finanziellen Unterstützung des Präsidenten konnte im Lauf des abgelaufenen Jahres eine 44-seitige Imagebroschüre des IAW erstellt werden, in der die Vielfalt des Institutes in seiner ganzen Breite präsentiert werden konnte.
Auch personell gab es im letzten Jahr einige Wechsel. Mit dem Auslaufen der Juniorprofessur von Marion Gindhart ist der Arbeitsbereich „Paradigma Alte Welt“ zum Ende des Sommersemesters 2016 leider geschlossen worden. Frau Gindhart bleibt der JGU Mainz indes als Mitglied im Trägerkreis des Graduiertenkollegs 1876 erhalten und betreut dort mehrere Promovenden. Zum Ende des Jahres wurde sie
außerdem vom Fachbereich 07 zur außerordentlichen Professorin ernannt. Auch die bei der Institutsgründung im Jahr 2013 geschaffene Stelle einer Projektkoordination, seit 2014 mit Sabine Lauderbach besetzt, lief bedauerlicherweise aus. Beiden sei an dieser Stelle ganz herzlich für ihre engagierte und verdienstvolle Tätigkeit gedankt.

 

IAW Jahresbericht 2016

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Leitungskollegium

 

Das Institut wird durch eine kollegiale Leitung geführt, die sich folgendermaßen zusammensetzt:

  • 11 Professorinnen und Professoren
  • 4 Studierende
  • 4 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • 1 nicht-wissenschaftliche/r Mitarbeiterin/Mitarbeiter

Die Geschäftsführende Leitung übernimmt jeweils eine/r der Professorinnen und Professoren für die Dauer eines Jahres.

Aktuell gehören dem Leitungskollegium folgende Mitglieder an:

Gruppe 1:

  • Prof. Dr. Jochen Althoff
  • Prof. Dr. Wilhelm Blümer
  • Prof. Dr. Heide Frielinghaus
  • Prof. Dr. Sabine Gaudzinski-Windheuser
  • Prof. Dr. Detlev Kreikenbom
  • Prof. Dr. Christopher Pare
  • Prof. Dr. Tanja Pommerening
  • Prof. Dr. Doris Prechel
  • Prof. Dr. Alexander Pruß
  • Prof. Dr. Ursula Verhoeven-van Elsbergen
  • Prof. Dr. Christine Walde

Gruppe 2:

  • Jannik Piroth
  • Lea Sinan
  • Nina Termin
  • Adrian Weiss

Gruppe 3:

  • Dr. Nadine Gräßler
  • Prof. Dr. Klaus Junker
  • Dr. Sabine Hornung
  • Dr. Wolfram Brinker

Gruppe 4:

  • Ruth Kreis-Thies

 

 

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